Bestattungsformen

Bestattungsform – vielleicht klingt das eher nüchtern und formell.

Und doch ist es für die Bestattung eine grundlegende und wichtige Entscheidung. Im optimalen Fall hat der Verstorbene selbst zu Lebzeiten schon festgelegt, was mit seinem Körper nach dem Tod geschehen soll. Anderenfalls müssen Sie als Angehöriger entscheiden, welche Bestattungsform dem Willen des Verstorbenen entsprechen würde.

Die Erdbestattung

Wünschen Sie eine Erdbestattung, dann wird der Körper des Verstorbenen in einen Holzsarg gebettet und dieser wird in die Erde eines Friedhofes gelegt. Eine Erdbestattung hat etwas Würdiges, etwas Feierliches. Der Verstorbene ist in seiner Person noch einmal anwesend und nah. Der Sarg wird unter den Blicken der Trauergemeinschaft in das Erdreich gesenkt, es ist ein bewusstes Loslassen der Person. Der Tod wird so etwas greifbarer, vorstellbarer und auch für Kinder erklärbarer.

Eine Erdbestattung ist nicht zwangsläufig mit höheren Kosten verbunden, der Grabplatz ist jedoch größer und damit pflegeaufwendiger. Entsprechend dem sächsischen Bestattungsgesetz muss eine Erdbestattung innerhalb von acht Werktagen erfolgen. Wir können für Sie unkompliziert beim Gesundheitsamt um Fristverlängerung bitten. So haben Sie auch bei Erdbestattungen ausreichend Zeit, um sich auf die Trauerfeier vorzubereiten. Bei einer Erdbestattung ist die Beisetzung nur auf einem Friedhof möglich. Manche Friedhöfe nehmen das neu wachsende Bewusstsein für die Natürlichkeit des Todes auf und bieten Sarggemeinschaftsanlagen und anonyme Grabstätten an. So wird die Erdbestattung auch für Familien, die räumlich weit getrennt leben, wieder zu einer Alternative ohne hohen Pflegeaufwand. Sozialämter unterstützen eine Erdbestattung, wenn beispielsweise aus religiösen Gründen eine schriftliche Bestattungsverfügung verfasst wurde.

Die Feuerbestattung

Die Feuerbestattung ist die in Sachsen überwiegend gewählte Form der Bestattung. Auch für eine Einäscherung wird der Körper des Verstorbenen von uns liebevoll in einen Holzsarg gebettet. Nach der zweiten Leichenschau im Krematorium wird der Leichnam eingeäschert. Dies ist ein rein technischer Prozess, an dessen Ende die mineralischen Teile des Körpers in einer Aschekapsel aufgenommen werden. 
Mancher möchte den Verstorbenen auch auf diesem Weg nicht alleine lassen. Sie können im Krematorium bei der Einäscherung mit dabei sein. Wir begleiten Sie auch in diesem schwierigen Moment.

Zur Trauerfeier wird die Aschekapsel meist in eine Schmuckurne eingesetzt. Aus der unendlichen Vielfalt der Möglichkeiten eine Schmuckurne auszusuchen, die zu dem Verstorbenen passt, ist für die Angehörigen oft eine Aufgabe, der sie sich gern widmen. Von der Wärme der Holzurnen, über italienischen Terracottaurnen und Keramikurnen bis hin zu verschiedenen biologisch abbaubaren Naturstoffen mit vielfältigen Motiven finden Sie ein breites Angebot. Auch hier können Sie an der individuellen Gestaltung der Schmuckurne selbst mitwirken.

Die Möglichkeiten einer Urnenbeisetzung sind vielfältig. Für diese Entscheidung haben sie sechs Monate Zeit. Neben der klassischen Urnenbeisetzung auf einem Friedhof stehen Ihnen verschiedene alternative Möglichkeiten zur Verfügung, beispielsweise Naturbestattungen im Wald oder eine Beisetzung im Meer. Auch Diamantbestattungen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

Uns ist es wichtig, dass diese Entscheidung nicht nur aus der Emotion der Verlustsituation heraus getroffen wird. Sie sollte gut überlegt sein, denn es ist eine endgültige Entscheidung. Im Gespräch miteinander können wir gemeinsam die Vor- und Nachteile der einzelnen Bestattungsarten abwägen. Schauen Sie sich um, wir haben eine Auswahl für Sie zusammengestellt:

Naturbestattung

Der Gedanke, dass der Verstorbene von den Wurzeln eines Baumes aufgenommen wird und so in der Natur weiterlebt, kann ein tröstender Gedanke sein. Die Asche auf einer Alm zu verstreuen oder einem Gebirgsbach zu übergeben, vermittelt das Gefühl uneingeschränkter Freiheit für den, der sich mit dem Gedanken an einen festen Ort und in die Erde gesenkt zu werden, unwohl fühlt. Bei vielen Plätzen der Naturbestattung ist die Stelle der Erinnerung nicht so schnell zu erreichen, wie ein Friedhof. Dem wachsenden Bedürfnis nach Naturbestattungen entsprechend, wächst auch die Vielfalt der Möglichkeiten. www.naturbestattungen.de 

Der Friedwald

Friedwald, das ist vielen ein Begriff. In der näheren Umgebung von Dresden gibt es inzwischen mehrere Friedwälder bzw. den Ruheforst. Häufig fehlen Trauernden jedoch genaue Vorstellungen über die Gegebenheiten, sowie Kenntnisse über die Vor- und Nachteile, die Möglichkeiten einer Trauerfeier und die Kosten einer Friedwaldbestattung. Es ist immer gut, vor der Entscheidung für diese Form der Bestattung einmal allein durch das Areal des Waldes zu streifen, zu erspüren, ob Sie die Ruhe der Natur oder ein Gefühl der Verlorenheit umgibt. Erproben Sie, wie Sie den Platz der Erinnerung erreichen. Auf den angegebenen Internetseiten können Sie sich einen ersten Eindruck verschaffen. Wir begleiten Sie auch in den Friedwald und gestalten mit Ihnen unter den jeweiligen Gegebenheiten einen persönlichen Abschied.

Seebestattung

Die Seebestattung wird oft mit Unbegrenztheit, in Bewegung bleiben und dem Schauen zum Horizont in Verbindung gebracht. In Seegebieten auf allen Weltmeeren und von vielen Häfen an der Ost- und Nordseeküste starten die Beisetzungsfahrten, bei denen die Asche des Verstorbenen in spezielle wasserlösliche Urnen der See übergeben wird. Auch auf den Bestattungsschiffen können wir mit Ihnen eine individuelle Trauerfeier gestalten. 

Diamantbestattung

Den Verstorbenen an einem Grabplatz zurückzulassen oder ihn in die Natur freizugeben, ist für manche Menschen ein schwerer Gedanke. Man möchte den Menschen, der für das eigene Leben so wesentlich und wichtig war, als wertvollen Edelstein immer bei sich haben. Diese Form des Gedenkens ist für das Echo vieler Menschen noch keine selbstverständlich akzeptierte Bestattungsform. Darum ist es gut, wenn Sie mit Ihrer Familie darüber sprechen, möglichst schon zu Lebzeiten. Wir kommen gern vorab schon zu Ihnen, um zu informieren, Kosten zu benennen und mit Ihnen alle Vor- und Nachteile abzuwägen.

Aber es gibt auch vielfältige andere Möglichkeiten, ganz individuellen Erinnerungsschmuck anfertigen zu lassen. Fragen Sie einfach nach oder schauen sich auf den nachfolgenden Internetseiten selbst um.

Abschied zu Hause an der Urne

Innerhalb der zulässigen Bestattungsfrist können wir Ihnen die Urne mit nach Hause bringen.  Eine Urne in den Arm nehmen, das Gewicht spüren, gemeinsame Nähe in anderer körperlicher Form, eine Kerze anzünden und Gedankengespräche führen. Ist das Ihr Empfinden? Die Wege durch die Traurigkeit sind so verschieden, wie auch wir in unserer Art verschieden sind. Es kann ein sehr intimer Prozess des Loslassens bis zur Beisetzung sein. Bei Naturbestattungen in der Schweiz oder in Österreich kann dieser Weg auch einen längeren Zeitraum umfassen. Wir möchten Sie ermutigen uns darauf anzusprechen.